28 Dec 2025
No-Code- und Low-Code-Plattformen haben den experimentellen Status längst verlassen.
Was früher vor allem für Prototypen oder einfache interne Tools genutzt wurde, findet heute zunehmend Einsatz in Unternehmen — für Dashboards, Workflows, Integrationen und teilweise auch kundenseitige Anwendungen.
Prognosen gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil neuer Business-Anwendungen in den kommenden Jahren auf solchen Plattformen entsteht. Das spiegelt reale Anforderungen wider — wirft aber auch Fragen nach Grenzen, Risiken und Nachhaltigkeit auf.
Dieser Beitrag beleuchtet:
Unternehmen müssen Ideen schneller testen und Prozesse kurzfristig anpassen.
No-Code-Lösungen:
Gerade für interne Anwendungsfälle ist das attraktiv.
Der Fachkräftemangel bleibt bestehen.
Low-Code:
Entwickler werden nicht ersetzt — ihre Rolle verändert sich.
Viele Unternehmensprobleme sind prozessual, nicht algorithmisch.
Genehmigungen, Workflows, Datensynchronisation und Reporting profitieren oft mehr von:
als von individueller Programmierung.
Sinnvoll eingesetzt eignen sich diese Plattformen besonders für:
Ihre Stärke liegt in Geschwindigkeit und Zugänglichkeit.
Individuelle Regeln, Sonderfälle und Optimierungen lassen sich nur begrenzt abbilden.
Workarounds erhöhen oft die Komplexität statt sie zu reduzieren.
Viele Plattformen sind nicht für hohe Last oder geschäftskritische Systeme optimiert.
Fehlende Kontrolle über Infrastruktur und Tuning kann langfristig problematisch sein.
No-Code abstrahiert Infrastruktur — und bindet gleichzeitig an den Anbieter.
Das betrifft:
No-Code ersetzt keine Architektur.
Auch hier müssen:
Ohne Struktur entstehen auch in No-Code-Systemen technische und organisatorische Schulden.
Viele Unternehmen kombinieren Ansätze:
So entstehen Systeme, die sowohl schnell als auch kontrollierbar sind.
In Deutschland und der EU spielen zusätzliche Aspekte eine Rolle:
Nicht jede Plattform erfüllt diese Anforderungen ohne Anpassungen.
Entscheidend sind:
No-Code beschleunigt — aber nur innerhalb klarer Grenzen.
No-Code und Low-Code sind keine Abkürzung um jeden Preis.
Richtig eingesetzt sind sie leistungsfähige Werkzeuge zur Beschleunigung von Entwicklung und Prozessen.
Der nachhaltige Nutzen entsteht dort, wo Geschwindigkeit mit Architektur und Governance kombiniert wird.
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Anna Hartung
Anna Hartung
Anna Hartung
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