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AR und VR

AR und VR im Unternehmen: Von der Spielerei zum praxisnahen Werkzeug

07 Mar 2025

Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) galten lange als experimentelle Technologien.

Dieses Bild verändert sich zunehmend.

Heute finden AR- und VR-Lösungen Einsatz in Handel, Industrie, Schulung, Logistik und Marketing — nicht als Zukunftsversprechen, sondern als konkrete Unterstützung bestehender Prozesse.

Dieser Artikel beleuchtet:

  • wo AR und VR echten Mehrwert liefern,
  • warum sich der Einsatz professionalisiert,
  • und welche Faktoren bei der Einführung entscheidend sind.

Unterschied zwischen AR und VR

AR und VR erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

  • AR ergänzt die reale Welt um digitale Informationen.
  • VR schafft vollständig virtuelle Umgebungen.

Im Unternehmenskontext ist AR derzeit weiter verbreitet, da es:

  • reale Abläufe unterstützt,
  • geringere Einstiegshürden hat,
  • bestehende Systeme ergänzt.

VR eignet sich besonders für Trainings- und Simulationsszenarien.


AR in der Praxis

Bewährte Einsatzfelder:

  • Produktvisualisierung im Handel,
  • Montage- und Wartungsanleitungen,
  • Fernunterstützung,
  • Planung und Raumdarstellung.

AR reduziert Fehler und erleichtert komplexe Abläufe.


VR für Schulung und Simulation

VR wird eingesetzt, wenn reale Trainings:

  • kostenintensiv,
  • riskant,
  • oder schwer reproduzierbar sind.

Typische Anwendungen:

  • Sicherheitsschulungen,
  • Maschinenbedienung,
  • Onboarding,
  • Verhaltens- und Softskill-Training.

Der Mehrwert liegt in kontrollierter Wiederholbarkeit.


Einsatz im Marketing

Im Marketing werden AR/VR-Formate gezielt eingesetzt:

  • für interaktive Erlebnisse,
  • zur Produktveranschaulichung,
  • zur Differenzierung.

Erfolgreich sind sie, wenn sie Inhalte erklären — nicht ersetzen.


Herausforderungen bei AR/VR-Projekten

Hardware

Nicht alle Zielgruppen verfügen über geeignete Geräte.

Content-Pflege

3D-Inhalte müssen aktuell und konsistent bleiben.

Systemintegration

Ohne Anbindung an Produkt- oder Unternehmensdaten bleiben Lösungen isoliert.


UX und Performance

AR/VR stellt hohe Anforderungen an:

  • Performance,
  • Usability,
  • Stabilität.

Überkomplexe Erlebnisse schaden mehr, als sie nutzen.


Europäischer Kontext

In Deutschland und der EU spielen zusätzlich eine Rolle:

  • Arbeitsschutz,
  • Datenschutz,
  • Mitbestimmung.

AR/VR muss klaren Nutzen haben und transparent eingesetzt werden.


Wann sich AR/VR lohnt

AR/VR ist sinnvoll, wenn:

  • visuelle Informationen entscheidend sind,
  • Schulungskosten hoch sind,
  • Fehler teuer oder gefährlich sind,
  • physischer Zugang eingeschränkt ist.

Als allgemeines Marketinginstrument ist es weniger geeignet.


Fazit

AR und VR entwickeln sich von experimentellen Technologien zu zielgerichteten Werkzeugen.

Der Nutzen entsteht dort, wo Technologie reale Prozesse verbessert.

Unternehmen, die AR/VR erfolgreich einsetzen, denken pragmatisch — nicht visionär.

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