Product Design Budget Framework (2026)
Was Sie für €200 vs. €6.000+ wirklich bekommen – und wann welcher Ansatz sinnvoll ist
Design-Budgets sind oft unklar, weil "Design" sehr unterschiedliche Dinge bedeuten kann.
Ein mit modernen AI-Tools unterstütztes Dashboard kann sauber und professionell aussehen – mit minimalem Budget. Ein komplexes Produkt-UI kann funktional und angenehm sein – ganz ohne Branding. Ein markengetriebenes Produkterlebnis auf Premium-Niveau beginnt hingegen in einer ganz anderen Budgetkategorie.
Diese Seite bietet einen klaren Entscheidungsrahmen – damit Sie das richtige Designniveau für Ihr Produkt wählen, ohne unnötig zu investieren oder später teuer nachbessern zu müssen.
Hinweis: Die unten genannten Budgetbereiche sind Richtwerte. Der tatsächliche Aufwand hängt von Umfang, Anzahl der Screens, Nutzerrollen und UX-Komplexität ab.
Für wen ist dieser Guide gedacht?
- Gründer:innen und Produktverantwortliche, die ein MVP oder eine neue Plattform planen
- Teams, die ein System neu aufsetzen und Design-Fehlentscheidungen vermeiden möchten
- Unternehmen, die zwischen AI-gestütztem UI, Produktdesigner oder Creative-Team abwägen
- Entscheider, die realistische Budgets statt vager "Design-Pakete" möchten
Die Grundlogik: 3 Designszenarien, 3 Budgetklassen
Designkosten entstehen hauptsächlich durch:
- AI-gestützte UI-Erstellung (schnelle visuelle Umsetzung, wenig Konzeption)
- Produkt-UI für komplexe Systeme (UX-Struktur + sauberes Interface, ohne Branding)
- Markengetriebenes Design (Creative Direction + visuelle Identität + Premium-UI)
Im Folgenden erklären wir jedes Szenario mit realistischen Erwartungen.
Szenario 1 – AI-gestütztes UI (Minimales Budget)
"Wir brauchen etwas Sauberes und Nutzbares – schnell."

Wann das sinnvoll ist
- Interne Dashboards und Admin-Tools
- Frühe MVPs, bei denen Geschwindigkeit wichtiger ist als Differenzierung
- Projekte mit klar definierten Anforderungen
- Produkte mit stabiler, vorab definierter Logik
Typischer Budgetrahmen
€200 – €1.500
(abhängig von Anzahl der Screens und Komplexität)
Was Sie bekommen
- Ein sauberes, strukturiertes UI basierend auf bewährten Komponentenmustern
- Schnelle Iteration mit AI-Tools + kuratierender Designer-Logik
- Grundlegende Hierarchie (Layout, Abstände, Typografie)
- Minimales Komponenten-Set
- Schnelles Developer-Handoff
Was Sie nicht bekommen
- Tiefgehende UX-Konzeption
- Markenentwicklung oder visuelle Identität
- Aufwändige visuelle Differenzierung
- Ausgearbeitete Interaktionskonzepte für viele Edge Cases
Realistisches Ergebnis
Ein professionelles, funktionales UI, geeignet für interne Tools oder stark logikgetriebene Systeme.
Dieser Ansatz ist oft ausreichend, wenn Klarheit und Geschwindigkeit wichtiger sind als visuelle Markenwirkung.
Szenario 2 – Produkt-UI für komplexe Systeme (ohne Branding)
"Wir bauen ein ernsthaftes System. Es soll modern und sauber sein – ohne Branding-Aufwand."
Dies ist das häufigste Szenario bei B2B-Plattformen.

Wann das sinnvoll ist
- B2B SaaS
- CRM-Systeme
- Portale und Admin-Systeme
- Operative Plattformen mit mehreren Rollen
Typischer Budgetrahmen
€1.500 – €6.000
(getrieben durch Anzahl der Flows, Rollen und UX-Komplexität)
Was Sie bekommen
- Informationsarchitektur (Navigation, Struktur, Screen-Logik)
- UX-Flows für Kernprozesse
- Wireframes für zentrale Screens
- UI-Design mit konsistenter Systemlogik
- Entwicklerfähiges Handoff
- Grundlegendes Designsystem (Komponenten + Zustände)
Was Sie nicht bekommen
- Markenstrategie oder Creative Exploration
- Individuelle visuelle Identität
- Aufwändige Motion- oder Illustrationskonzepte
Realistisches Ergebnis
Ein modernes, strukturiertes Produkt-UI, das Skalierung und Weiterentwicklung unterstützt.
Warum das teurer ist als Szenario 1
Weil die Kosten nicht "schön machen" sind – sondern:
- Entscheiden, was auf welchen Screen gehört
- Navigation strukturieren
- Zustände designen (leer, Fehler, Berechtigungen)
- Rollen und Workflows modellieren
- Handoff so sauber machen, dass schnell entwickelt werden kann
Szenario 3 – Markengetriebenes Premium-Design
"Design ist Teil unserer Positionierung."
Hier wird Design zum Wettbewerbsvorteil.

JACKIE
Ein Bistro, inspiriert von der lebhaften Atmosphäre chinesischer Straßen - dort, wo sich an jeder Ecke mehrere Garküchen drängen und jedes Leuchtschild versucht, das nächste zu übertreffen.

Für immer jung
Ein ungezwungener Resto-Bar mit lebendiger Atmosphäre, kreativer Küche und einer durchdachten Barkarte. Ein Treffpunkt für Menschen mit derselben Wellenlänge.

Kreativcluster „Na Zavode"
Ein ehemaliges Industrieareal aus dem 18.–19. Jahrhundert wurde nach jahrzehntelangem Leerstand zu einem modernen Kreativzentrum transformiert - einem Ort für Begegnungen, Kultur und neue Ideen. Heute ist es ein Raum für Veranstaltungen, Kreativität, Entwicklung und gemeinsames Schaffen.

Identität für einen neu belebten Industriestandort
Die visuelle Identität spiegelt die Verwandlung eines historischen Fabrikareals in einen zeitgenössischen Kreativraum wider. Der rohe industrielle Charakter wurde in eine moderne, flexible Gestaltungssprache übertragen, die Geschichte und Gegenwart verbindet. So entsteht ein klares, wiedererkennbares Erscheinungsbild für das gesamte Areal.

Neizvestny
Ein Bistro mit eigener Handschrift – im historischen Haus, in dem einst die Familie des Bildhauers Ernst Neizvestny lebte. Ein moderner Ort mit Charakter, geprägt von Kunst, Geschichte und individueller Kreativität.

Bistro „Est' Khinkali"
Ein georgisches Street-Food-Bistro mit lebendiger, gemütlicher Atmosphäre - ideal für ein Treffen mit Freunden oder für einen schnellen Lunch zum Mitnehmen. Wir entwickelten das komplette Erscheinungsbild: Logo, grafischen Stil, Collagenmotive, Social-Media-Design und diverse Printmaterialien, in Zusammenarbeit mit den Innenarchitekten von ASHBURО.

Restaurant „Igrushki"
Ein gemütliches Restaurant mit einer nostalgischen, verspielten Stimmung – inspiriert von Kindheitserinnerungen. Wir entwickelten eine visuelle Identität, die auf der Idee "erwachsener Spielzeuge" basiert – einer Neuinterpretation eines alten Spielwarengeschäfts. Die Gestaltung kombiniert weiche Typografie, märchenhafte Anklänge und grafische Elemente, die die Atmosphäre des von ASHBURО gestalteten Innenraums aufnehmen.

H-studio website
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Wann das sinnvoll ist
- Consumer-Produkte
- Premium-Services
- Produkte mit starker Markenpositionierung
- Märkte mit hoher Konkurrenz
Typischer Budgetrahmen
€6.000 – €20.000+
(abhängig von Markenarbeit, Anzahl der Flows und kreativem Umfang)
Was Sie bekommen
- Visuelle Konzeptentwicklung
- Markenidentität (Typografie, Farben, Stilregeln)
- Individuelle UI-Sprache
- Hochpolierte Screens
- Interaktive Prototypen
- Designsystem mit Tokens und Komponenten
Realistisches Ergebnis
Ein hochwertiges, differenzierendes Produkterlebnis, das Vertrauen und Wiedererkennung stärkt.
Wie AI die Kosten beeinflusst (aber nicht ersetzt)
AI kann Designkosten reduzieren, wenn:
AI kann Designkosten reduzieren, wenn:
- Anforderungen klar sind
- Keine Markenentwicklung nötig ist
- Das Produkt stark system- und komponentenbasiert ist
AI ersetzt jedoch nicht:
- UX-Entscheidungen
- Produktlogik
- Rollen- und Zustandsmodellierung
- Strategisches Design
Die besten Ergebnisse entstehen durch AI-gestützte Effizienz + strukturiertes Produktdenken.
Was den Designpreis wirklich beeinflusst
Designkosten skalieren meist mit:
- Anzahl der Nutzerrollen
- Anzahl der Kernprozesse
- Anzahl der Zustände (leer, Fehler, Berechtigungen etc.)
- Responsiveness-Anforderungen
- Integrationskomplexität
- Grad der UX-Konzeption
Für eine präzise Einschätzung empfehlen wir einen kurzen Audit-Call plus Screen/Flow-Inventar.
Häufige Fehlentscheidungen
Zu viel Branding für ein internes Tool
Wenn Ihr Produkt ein komplexes System ist, sind klare UX und sauberes Handoff oft wichtiger als "kreativer Stil".
Zu wenig UX bei komplexen Systemen
Ein "hübsches UI", das Rollen, Zustände und Edge Cases ignoriert, führt später zu teuren Nachbesserungen.
Design als einmalige Grafik statt als System
Produkte entwickeln sich weiter. Das beste Ergebnis ist ein System (Komponenten + Regeln), nicht isolierte Mockups.
Unser Ansatz bei H-Studio
Wir verstehen Design als Teil eines technischen Systems:
- komponentenbasiert
- entwicklernah
- performancebewusst
- skalierbar
Bei Bedarf arbeiten wir mit spezialisierten Designpartnern für Markenprojekte zusammen – immer mit Blick auf produktionsreife Umsetzung.
Schnelle Entscheidungsübersicht
Wählen Sie Szenario 1, wenn:
- Sie ein kleines, funktionales System brauchen
- Branding keine Rolle spielt
Wählen Sie Szenario 2, wenn:
- Sie eine komplexe Plattform bauen
- Klarheit wichtiger ist als visuelle Differenzierung
Wählen Sie Szenario 3, wenn:
- Design ein strategischer Wettbewerbsvorteil ist
- Premium-Positionierung im Fokus steht
FAQ
Kann ein €200-Design "gut" sein?
Ja – wenn das Ziel ein funktionales UI für einen begrenzten Umfang ist (z.B. ein kleines Dashboard) und Sie AI-gestützte Workflows nutzen. Es wird keine tiefe UX-Arbeit oder Markenidentität beinhalten.
Warum beginnt markengetriebenes Design bei €6.000+?
Weil Sie für Exploration, Creative Direction und eine kohärente Identitätsschicht bezahlen – nicht nur für Screen-Layouts. Es umfasst typischerweise mehrere Konzepte, Verfeinerungszyklen und System-Level-Konsistenz.
Was ist die beste Option für B2B-Admin-Systeme?
Meist Szenario 2: strukturiertes Produkt-UI ohne schweres Branding. Die meisten B2B-Systeme gewinnen durch Klarheit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – nicht durch visuelles Storytelling.
Wie schätzen Sie Designkosten schnell ein?
Wir führen einen kurzen Audit-Call durch und erstellen ein Screen/Flow-Inventar (Rollen, Kernprozesse, Zustände). Das gibt einen zuverlässigen Rahmen ohne lange Workshops.
Nächster Schritt
Wenn Sie eine realistische Budgeteinschätzung möchten, senden Sie uns:
- eine kurze Systembeschreibung
- Zielgruppe / Rollen
- 3–5 Kernprozesse
- Referenzen (falls vorhanden)
Wir sagen Ihnen ehrlich, welches Szenario sinnvoll ist.